Grundlagen

Reduktion (Elektronenabgabe) und Oxidation (Elektronenraub, Rosten)




Was hat Wasser mit Reduktion und Oxidation zu tun? Reduktion ist Aufnahme von Elektronen. Oxidation ist Abgabe von Elektronen. Also: Keine Oxidation ohne Reduktion.

Elektronenspender plus Elektronenempfänger ergibt ein oxidiertes Molekül und ein reduziertes Molekül. Paradoxerweise ist das oxidierte Molekül sozusagen weniger geworden. Das reduzierte Molekül ist mehr geworden.

Diese Vorgänge (Oxidation und Reduktion) sind die Basis jeder Form der Energiegewinnung. Das eine kann nie ohne das andere ablaufen. Oxidation setzt Energie frei und ist die Basis für das Leben und der Garant für die Produktion von Körperenergie.

Die Oxidationsketten, die innerhalb der Zelle, bzw. der Mitochondrien („Zellkraftwerke") ablaufen, lassen aber auch ständig sehr aggressive, chemisch aktive Freie Radikale entstehen. Hierfür werden dann Antioxidanzien (reduzierende Substanzen) benötigt, um Zellalterung, Zellschädigung, Degeneration und Zerfall zu verhindern.

Die gesunden Körperzellen werden pro Tag mit etwa 100.000 Angriffen von Freien Radikalen konfrontiert. Freie Radikale führen zu Mutationen an Zellkern und Mitochondrien. Sie zerstören Enzyme und Fette in der Zellmembran. Die oxidierten Lipide in der Zellmembran sind mit ranzigem Fett zu vergleichen.

Spricht man von Reduktion und Oxidation, begegnet man dem Redoxpotenzial. Dies besagt, wie viele Elektronen ein Molekül abgeben oder aufnehmen kann. Es wird in milliVolt (mV) gemessen. Je höher dabei die gemessene Zahl, desto größer ist das Oxidationspotenzial.

Umgekehrt, je geringer die gemessene mV-Zahl, desto stärker ist das Reduktionspotenzial.

Eine Flüssigkeit mit einem starken Reduktionspotenzial kann eine große Anzahl freier Elektronen an die „gierigen" Radikale abgeben, sie damit unschädlich machen.

Wichtig: Zur Reduktion von Freien Radikalen benötigt man noch ein weiteres Element: Wasserstoff. Auch der steckt in reduzierten Flüssigkeiten – das ist der passende Fachausdruck.